Splittermond „Die Bestie von Krahorst“

Splittermond CoverInhalt: Die Helden treffen sich während eines Unwetters in einem kleinen Gasthaus. Plötzlich stürmen zwei junge Männer herein, brauchen Hilfe beim Einfangen eines großen gefährlichen Stiers. Nach einem misslungenen Versuch gelingt es, den Stier in den Stall zu bringen und als Dank kommen die Helden bei der Besitzerin des Tieres unter. In der Nacht wird dort allerdings dann eingebrochen und zwar von einer Horde Rattlingen. Es kommt zu einem Kampf und die Helden können die Rattlinge aus dem Haus vertreiben, doch dort warten noch mehr der Tiere. Es scheint als würde es ein langer anstrengender Kampf werden, doch es taucht eine Bestie auf, die eines der Rattenwesen reisst und somit dann auch alle anderen in die Flucht schlägt. Allerdings sind die Dorfbewohner nun noch verängstigter, denn das fliegende Wesen wirkt gefährlich und tatsächlich gibt es eine Sage, in der von einem gebannen mächtigen Scheusal die Rede ist. So machen sich die Helden auf dem Weg durch den Sumpf zur alten Burg, untersuchen die Ruinen und finden dort, dass Rattlinge aus Habgier wohl das Scheusal wirklich befreit haben. Und kurz darauf kommt es auch wieder in seinen Rückzugsort und es kommt zu einem erbitterten Kampf. Schlussendlich gelingt es den Helden aber, das Scheusal zu bezwingen und wieder zu bannen und die Leute der Gegend können wieder beruhigt schlafen.

Meisterkommentar: Wirklich gelungen finde ich das Initiativesystem, welches sehr flüssig ist und nicht auf fixen Werten beruht sondern dass jede Aktion, jeder Angriff mit einer Waffe, jeder Zauber je nach Aufwand eine bestimmte Anzahl von Initiativepunkte basiert. So kann man mit einem kleinen Dolch mehrmals zustechen, während derjenige welcher die Riesenaxt schwingt einmal zuschlägt. Das Abenteuer selbst ist recht einfach gestrickt und ich persönlich finde dass das Rollenspiel ein wenig auf der Strecke bleibt. Splittermond versucht meines Erachtens eine Art modernes, actionorientierteres DSA zu sein, kein Wunder wenn man bedenkt welche Personen hinter Splittermond stecken. Womöglich tue ich Splittermond damit ein wenig Unrecht, aber bei meiner derzeitigen Sammlung an Fantasysystemen wie Das schwarze Auge, Pathfinder, Earthdawn ereilt Splittermond wahrscheinlich das gleiche Schicksal wie einst Midgard. In der Mitte der 1980er habe ich Midgrad und DSA ausprobiert, beide Systeme hatten ihre Schwächen und Stärken, haben damals aber das selbe Fantasygenre abgedeckt. Schlußendlich habe ich mich für DSA entscheiden, weil beide Systeme zu kaufen wäre zu teuer und um beide System zu spielen fehlt die Zeit. Aber zurück zu Splittermond, ist sicher eine gute Option wenn man ein neues Fantasysystem sucht.

Veröffentlicht von

Kanzler von Moosbach

Ich bin in der RPG Community unter dem Namen Kanzler von Moosbach bekannt und bin der Spielleiter ein kleinen, aber feinen Wiener Rollenspielgruppe. Ich spiele schon seit mehr als zwei Jahrzehnten verschiedene Rollenspielsysteme, einige wie Cthulhu schon seit Anfang an, andere wie Schattenjäger erst seit kurzer Zeit. Ich spiele dabei selbstgeschriebene Abenteuer, sowie auch Kaufabenteuer, halte mich in manchen Kampagnen sehr eng an den Kanon, bei anderen ändere ich die Systemwelt sehr stark nach meinem Geschmack und den Gruppenbedürfnissen ab. Ich habe kein spezielles Lieblingssystem, weil viele Systeme ihre Stärken und Schwächen haben und ich lieber diese für meine Abenteuer und Kampagnen nutzen möchte, als daraus ein "Lieblingssystem" für alle Gegebenheiten zu schnitzen. Seit einiger Zeit habe ich die Ehre auch für Weltenraum, dem österreichischen Magazin für Spiele, Film und Lesestoff, als Redakteur für Rollenspiele schreiben zu dürfen.

2 Gedanken zu „Splittermond „Die Bestie von Krahorst““

Schreib einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.