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Deadlands „Die Unterwelt“

Beitragssbild für unsere Deadlands Kampagne "Canyon der Verdammnis"

Cover vom Deadlands Grundregelwerk, Uhrwerk VerlagIn der Höhle mit dem Pilzwald ist es sehr still. Nur ein leises knistern von Insekten ist zu hören. Doch der Pilzwald schimmert im Dunkeln. Es ist ein sanftes, bläuliches Schimmern, das Licht, das oben von der Spalte zu sehen war. Die Pilze sind riesig und die Höhle wirkt nicht natürlich, wenngleich sie interessanterweise aber auch nicht künstlich aussieht. Interessanterweise führt ein Weg durch den Wald, ein Trampelpfad, der häufig benutzt wird, zuletzt erst vor ein paar Stunden. Als Val in einen Pilz beißt, schreit dieser auf, wobei sich der Schrei fortsetzt. Wirbelwind-Manitous manifestieren sich und wollen die Eindringlinge verscheuchen, doch schließlich sind sie es die vernichtet sind oder fliehen und die Helden setzten ihren Weg fort. Immer wieder tauchen diverse kleinere Gefahren auf, die schnell beseitigt werden.


Plötzlich steht die Expedition in einem Dorf, ein Dorf von Wesen, die aussehen wir Menschen, nur dass sie anscheinend eine Pilzhaut haben und haarlos sind. Einige haben etwas Goldenes in der Brust, ein Kreuz der Lost Angels. Die Helden essen mit ihnen und merken dann schnell, dass sie vergiftet wurden. Sie fallen bewusstlos um und wachen erst wieder in einem riesigen Loch auf, in dem sich ein riesiger Ameisenlöwe befindet. Doch den Helden gelingt es aus diesem Loch zu entfliehen und wieder zum Weg zu gelangen. Dort erkennen sie, dass ihnen wohl die Lost Angels gefolgt sind und nun überholt haben.

Sie gehen weiter bis sie zum einem Riss in der Realität gelangen. Etwas hält ihn offen. Die Helden gehen hinein und kommen in völlige Finsternis. Doch ihr Licht funktioniert und so sehen sie einen toten Indianer. Der Talisman zieht sie dorthin. Der Körper des Indianers zeigt keine Verwesungsmerkmale. Er hat eine Narbe unter dem Herz und es liegt der Geruch von verkohltem Fleisch in der Luft. Auch die toten Menschen, die hier noch herumliegen, wirken frisch. Als die Helden den Lederbeutel, der sich neben den Indianer befindet öffnen, sehen sie das Herz des Indianers. Sie geben es ihm wieder und er greift nach dem Beutel. Dann taucht Vater Wilkins auf. Er möchte den Helden die ganze Geschichte erzählen: Einige Indianer wollten ein mächtiges Ritual durchführen, das verlangte dass sie ihre Herzen opfern. Doch unter ihnen war ein Verräter, der die anderen schließlich getötet hat und einen großen Manitou rief. Dieses Herz hier, im Riss der Realität konnte er aber nie finden und nun möchte Wilkins das Werk des Verräters vollenden. Doch die Helden reagieren blitzschnell, bringen ihn um und töten ihn nochmal, als er untot wiederkehrt.
Der tote Indianer wacht auf, spricht mit den Helden und dankt ihnen. Er sieht das Verderben und meint, dass er viel zu tun hat, doch er wird die Helden nie vergessen. Dann verwandelt er sich in einen Adler und fliegt davon.

Die Helden sind wieder in der Höhle hinter dem Wasserfall. Torak winkt ihnen freundlich zu. Bevor die Gruppe hinausgeht hat sie eine Vision von Powell. Er folgte dem Bach, schaffte es hinaus, fiel dann aber Pumas zum Opfer und ist so in den Bergen verreckt. Doch die Helden haben es geschafft, denn die Geister haben sie gelenkt und so haben sie die Welt vor Schlimmeren bewahrt. Zufrieden können sie zurück nach Salt Lake fahren, wo die Reporter viele Fragen haben.

Meisterkommentar

So, das war unsere Sommerkampagne. Sie war ein bisserl kurz, aber das war so geplant und es war mal ein vorgefertigtes Deadlands Abenteuer, wobei auch meine ersten Deadlands Abenteuer vorgefertigte waren. Zunächst gab es die beiden Abenteuer aus dem Spielleitersichtschirm, die ich bereits mehrmals geleitet habe und dann ein paar Abenteuer aus Anregungen aus dem Tombstone Epitaph, einer Art Zeitschrift für das System mit allerleie Zusatzmaterial, welches aber nicht über die Ausgabe 3 herausgekommen ist.

Die Kampagne war durchaus okay, wobei erstaunlicherweise die Spieleranzahl auch innerhalb der kurzen Zeit abfiel, vielleicht auch weil wir zu Beginn doch 7 bis 9 Spieler waren, später eher zwischen 4 und 6 Spieler. Die Abende am Anfang waren fast schon zu lang. An einem Abend musste ich sogar fast ein Drittel des Abenteuers streichen, um es doch noch fertig zu bekommen. Es gab jedoch auch sehr viel Railroading, wenig Möglichkeiten damit der Humor von Deadlands zum Vorschein kommt, aber es war trotzdem unterhaltsam. Womöglich schreibe ich in zwei, drei Jahren wieder selbst eine Deadlands Sommerkampagne. Vielleicht liegen die Schwächen aber auch am Regelwerk, denn es ist etwas sperrig und hat einige Lücken. Dennoch denke ich, dass es gut geklappt hat und wir die Kämpfe auch verhältnismäßig flott über die Bühne gebracht haben.

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