Das Lied von Eis & Feuer “Gefahr in Königsmund” Teil 3

Cover von Das Lied von Eis und Feuer, Grundregelwerk, Mantikore VerlagInhalt: Mya möchte Geoffrey unbedingt zu einem Band beim Turnier verhelfen, so kommt es zu einer familieninternen Intrige. Auf sie wirft dafür der junge dornische Ritter ein Auge. Dann kommt es wieder einmal zu einer seltsamen Szene, denn ein Hufschmied aus Königsmund taucht mit seiner Tochter im Gasthaus auf und beschuldigt Geoffrey seine Tochter geschwängert zu haben. Garth versucht herauszufinden, was es mit der Geschichte auf sich hat und merkt, dass der jungen Frau Geld versprochen wurde, sollte sie Geoffrey beschuldigen. Ihr Vater ist böse, die Goldhammers versuchen dann aber der jungen Frau zu helfen, will sie schließlich doch nur das Beste für ihr Kind. Um ein wenig Licht in all die seltsamen Ereignisse zu bringen, schauen sich die Goldhammers in den Zimmern der Leute um sie herum mal um und entdecken dort, dass der alte dornische Ritter das Skorpionschwer, was der Junge sucht, bei sich hat. Der junge dornische Ritter hat dafür Kleidung mit zwei unterschiedlichen Wappen bei sich.
Am nächsten Tag findet das Bogenschießen statt. Lady Goldhammer kommt dabei in die nächste Runde. Bei der nächsten Djoste wird es spannend, denn Geoffrey kämpft gegen Natan Lugos, Orten älteren Bruder. Interessanterweise feuert Orten aber Geoffrey an, der jedoch verliert. Dafür möchte der Gewinner eine unverschämt hohe Ablöse für die Rüstung und das Pferd, die ja dem Gewinner zustehen. Unterdessen findet der Maester heraus, dass es sich beim Gift um die Tränen von Lys handelt, ein seltenes und höchst tötliches Gift, das schwer festzustellen ist und kaum Spuren hinterlässt. Dieses wird normal von Meuchelmördern, also Profis verwendet, da es die Eingweide zerfrisst. Laut den Berechnungen des Maesters wurde Alfrik Dannet wohl ungefähr eine Stunde vor dem Turnier damit vergiftet.
Illyra schafft es beim Bogenschießen bis in den letzten Durchgang, scheidet dann aber dort aus.
Dann bricht der letzte Tag des Turnieres an, an dem das Finale der Djoste, die Buhurte und der große Ball stattfinden sollen. Bei der Buhurte stirbt der alte durnische Ritter durch Bryann, den jungen dornischen Ritter. Schlussendlich gewinnen die Lannisters. Dann kümmern sich alle darum, sich für den Ball zurecht zu machen, als der Maester von Sir Langley Walden hört, der unter Schmerzen leidet und zu dem auch schon die Septa unterwegs ist. Womölgich wurde auch er vergiftet.
Am großen Ball sind unterdessen alle von Rang und Namen vertreten. Orten Lugos scheint ziemlich distanziert, Bryann kommt in seinem Wappen, nicht mehr als Heckenritter und erzählt den Goldhammers, dass sein Vater einst hinterrücks ermordet wurde, von jemanden, der wahrscheinlich von den Lannisters bezahlt wurde, doch denen ist schwer etwas nachzuweisen.
Auf dem Ball ist auch eine junge hübsche Dame, die sich dann als Lida zu erkennen gibt. Maester Feris flüstert ihr immer wieder zu, scheint sie zu etwas zu ermuntigen. Lida gibt sich schließlich als Iris Dannet zu erkennen und sprocht dann vor allen, dass jemand aus dem Haus Goldhammer sie vergiftet hätte. König Robert Baratheon verlangt nach Ruhe. Er hat Fragen an sie und erfährt so, dass die junge Frau nicht Meister Pfeifer heiraten wollte. Sie und Maester Feris haben angeblich Beweise für Gift und dass sie eine Flasche Wein bekommen hätte. Die Goldhammers müssen sich also wieder einmal rechtfertigen. Dann tritt Orten Lugos vor und meint, für Haus Goldhammer sprechen zu wollen, sagt dann aber aus den Dolch in Geoffreys Händen gesehen zu haben. Kurz darauf bricht Marita dramatisch zusammen. Die Goldröcke durchsuchen die Habseligkeiten der Goldhammers, finden aber keinen Dolch. Dann erhebt sich der dornische Ritter und spricht zu Goldhammers Vorteil. Insgesamt gibt es viel Für und Wider. König Robert Baratheon entschließt sich schließlich Haus Goldhammer freizusprechen und meint, die drei in diese Angelegenheiten verwickelten Häuser sollen die Sache nun endlich auf sich beruhen lassen. Die Familie Lugos verlässt geschlossen das Fest, gemeinsam mit Iris Dannet. Das Fest von Robert Baratheon geht weiter.
Ungefähr drei Monate nach dem Turnier erfahren die Goldhammers, dass Orton Lugos nun verheiratet ist. Und der Ritter Bryann Wyll taucht auf Burg Goldhammer auf.

Meisterkommentar: Rückblickende gesehen wars eher ein Flop, das lag weniger am System, sondern an meiner mangelnden Regelvorbereitung, ich war zu euphorisch das System spielen zu können und hab mir dann zu wenig Zeit genommen, das System zu verstehen, zu durchdenken. Auch war es nicht hilfreich das es im Abenteuer einige Fehler gab, so wurden die Charakter mal als Alfric, mal als Alric benannt. Auch das ich die Verknüpfung eines Spielercharakterhintergrunds mit dem vom Abenteuer, im Bezug auf die Familie Dannett zu wenig überlegt hatte, viel mir später auf den Kopf. Auch habe ich die Passivität der Spielergruppe nicht aufgebrochen, ich hätte einfach lieber noch einen Spielabend dranhängen sollen und den Spielern mehr Anreiz bieten müssen, aktiv zu werden, zu agieren nicht zu reagieren und auch sicher mehr Spuren bieten müssen. Das Abenteuer bietet zwar viele Ergebnisse am Ende des Abenteuers die auch dargelegt werden, aber es bietet keinen Pfad zu den einzelnen Ergebnissen an, ist aber auch eine Aufgabe des Spielleiters dies auszuarbeiten, und dazu habe ich mir zu wenig Zeit genommen. Die Spieler fühlt sich größtenteils geskriptet, ohne wirkliche Möglichkeit des Eingreifens. Daher gab es am Ende, bedingt durch den Ausgang des Abenteuers, ein kleiner Skandal für das Haus der Spieler, im Grunde eine Niederlage, lange Gesichter. Das System hat auf jeden Fall Potential und mit gefallen die Intrigen, aber ein Quellenbuch wäre für die Ausarbeitung von Abenteuer und Kampagnen für mich unumgänglich und die Abenteuer gehören auf jeden Fall sehr gut und umfassend vorbereitet.

Veröffentlicht von

Kanzler von Moosbach

Ich bin in der RPG Community unter dem Namen Kanzler von Moosbach bekannt und bin der Spielleiter ein kleinen, aber feinen Wiener Rollenspielgruppe. Ich spiele schon seit mehr als zwei Jahrzehnten verschiedene Rollenspielsysteme, einige wie Cthulhu schon seit Anfang an, andere wie Schattenjäger erst seit kurzer Zeit. Ich spiele dabei selbstgeschriebene Abenteuer, sowie auch Kaufabenteuer, halte mich in manchen Kampagnen sehr eng an den Kanon, bei anderen ändere ich die Systemwelt sehr stark nach meinem Geschmack und den Gruppenbedürfnissen ab. Ich habe kein spezielles Lieblingssystem, weil viele Systeme ihre Stärken und Schwächen haben und ich lieber diese für meine Abenteuer und Kampagnen nutzen möchte, als daraus ein "Lieblingssystem" für alle Gegebenheiten zu schnitzen. Seit einiger Zeit habe ich die Ehre auch für Weltenraum, dem österreichischen Magazin für Spiele, Film und Lesestoff, als Redakteur für Rollenspiele schreiben zu dürfen.

Schreib einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.