Rollenspiele Cthulhu Berge des Wahnsinns 3

Cthulhu „Die geheimnisvolle Stadt“ – Teil 2

Beitragsbild zur Cthulhu Kampagne Berge des Wahnsinns

Cthulhu CoverEs ist der 27.11.1933 am späten Nachmittag. Die Expedition plant ein neues Camp in der Nähe von Lakes Lager. Moore gibt Anweisungen. Dann ruft er die Damen zu sich und bittet sie mehr über den Tod der Leute in Lakes Lager herauszufinden, da sie sicher einen neutraleren Blick auf die Dinge haben. Starkweather ist in der Zwischenzeit auf dem Weg zum Mount Mansen, gemeinsam mit ein paar Leuten, die sich in der Wildnis und mit den Hunden auskennen. Ms. Jamming, Ms. Whitman, Ms. Murray und Ms. Flemming sehen sich in Lakes Lager um. Es ist sehr still. Sie können das Gebiet in ein Flugfeld und Flugzeugabstellplätze, das Lager mit Zelten und in mysteriöse kleine Hügel unterteilen, doch alles ist von einer dicken Eis- und Schneeschicht bedeckt. Mit dem kleinen Eispickel kommen sie hier nicht weiter. Dann entdeckt Ms. Jamming etwas Reflektierendes, einige hundert Meter entfernt vom Lager.

Als sie und Ms. Murray dort hingehen entdecken sie die ehemalige Bohrstelle. Wieder zurück im Camp funken die Damen zur Basisstation, was sie alles brauchen. Moore ärgert sich, dass sie das eigenständig gemacht haben, weil er eigentlich die Vorräte koordiniert. Und natürlich passiert es dann am nächsten Tag, dass die wichtigen Sachen nicht kommen, weil im Basislager geglaubt wurde, dass diese Teile storniert wurden und nicht, dass sie zusätzlich gebraucht werden, wie im Funkspruch eigentlich mitgeteilt wurde. Wie so etwas passieren konnte verstehen die Damen nicht wirklich. Eigentlich sollten die Leute der Expedition schließlich fähige Leute sein. Zumindest haben sie Schaufeln, sodass sie die Mulde ausschaufeln können, in der die Zelte liegen. Am Nachmittag möchte Moore außerdem die Hügel besichtigen, da er den Damen nicht gänzlich vertraut und meint, dass diese sicher nicht Außergewöhnliches sind. Er wird eines Besseren belehrt und gemeinsam versuchen sie mittels Spitzhacken einen der Kegel zu zerstören um zu sehen, was sich darunter verbirgt. Es ist eines dieser älteren Wesen, wie sie Lake genannt hat, das anscheinend schon aufgeschnitten wurde. Trotzdem wollen auch sie es untersuchen, Ms. Whitmans Wissen ist gefragt. Ms. Flemming dokumentiert die Bergung fotografisch.

In der Nacht wacht Ms. Flemming auf und geht im Lager spazieren. Dabei merkt sie Aktivität im Funkzelt. Es ist Ms. Lexington, die auf einer fremden Sprache mit jemanden spricht. Doch da sie das Funkzelt außerdem bewachen lässt ist es schwierig Näheres herauszufinden. So bleibt nur die anderen Damen zu wecken, doch keine von ihnen kann Deutsch. Schließlich wird auch noch Euwind geweckt, doch leider kommt er zu spät, um noch etwas zu hören. Das ist seltsam. Warum spricht Ms. Lexington auf Deutsch mit jemanden und dann auch noch mitten in der Nacht? Es wird noch schnell die Funkfrequenz nachgeschaut, damit morgen Nacht mittels Funkgerät mitgehört werden kann, sollte sie wieder funken.

Am nächsten Tag, dem 29.11. ist es wärmer. Die Damen graben den ersten Flugzeugunterstellplatz aus und entdecken, dass jemand den Motor seltsam manipuliert hat. Außerdem finden sie zwei Fässer mit Treibstoff, der noch verwendbar ist. Dann sind auch endlich die Eisschmelzgeräte da und so kann am Nachmittag auch ein Zelt aufgetaut und untersucht werden. Da drinnen ist jemand ausgeblutet. Am Abend verkündet Moore den Fund der Alten Wesen über Funk, damit auch wirklich beide Expeditionen, die Moore-Starkweather-Expedition und die Lexington-Expedition Bescheid wissen. Ob das der klügste Schachzug war, wird sich noch herausstellen. Es gibt ein paar Zweifler.

Am nächsten Tag kommen Mr. Pierce und Mr. Price zu den Untersuchungen von Ms. Whitman dazu, da es noch einige Unklarheiten gibt. Unterdessen tauen die anderen Damen die Leichen von damals auf und Ms. Flemming versucht die Überreste zu identifizieren. Dabei muss sie feststellen, dass die Leute hier wirklich grausam ums Leben gekommen sind. Was genau passiert ist kann jedoch noch nicht festgestellt werde. Die anderen beiden Damen arbeiten an einem weiteren Zelt, in dem sie Fotos finden, die leider ziemlich mitgenommen sind. Sie müssen später dann restauriert und rekonstruiert werden.
Am Abend bittet Ms. Lexington die Damen, ebenfalls an der Erforschung von Lakes Lager mitwirken zu dürfen. Nach einem Gespräch mit Moore sagen sie zu. Bei diesem Gespräch erfahren sie auch, dass beim Bohrloch gesprengt werden soll. In einer Diskussion schaffen sie das auf den 03.12. zu verschieben um vorher noch wichtige Informationen herausfinden zu können. Am nächsten Tag, dem 01.12. ist es nochmal etwas wärmer. Es hat nur -10°C. Plötzlich taucht etwas riesiges am Horizont auf, drei große Junker-Transportflugzeuge fliegen über ihre Köpfe. Sie haben Symbole der Deutschen aufgemalt. Das also hat Lexington gemacht. Die Flugzeuge landen dann…

Meisterkommentar:

Handouts gehören zu den wichtigstens Merkmalen von Cthulhu und die Erstellung derselben ist eine kleine Kunst für sich. Ohja, ich wünschte mir echt manches Mal eine Ausbildung, ein gut ausgerüstetes Arbeitszimmer und genug Zeit dafür. Sonst muss man da manchmal improvisieren und mit dem Vorhandenen Vorlieb nehmen. wodurch auch keine Zeit bleibt an der Technik zu üben. Im vorliegenden Teil des Abenteuers habe ich für die Spieler einige Fotos vorbereitet und die dann eingefroren und dann am Spielband den Spielern, als sie in Lakes Lager nach Spuren suchten, diesen Eisblock in die Hand gedrückt. Doch leider war es zwar gut gemeint, aber das Öffnen des Eisblocks hat die Handouts so beschädigt dass sie unbrauchbar waren. Im Foto ersichtlich, auf der rechten Seite die Originalfotos von mir noch nicht ausgeschnitten und auf der linken Seite die Fotos, wie man sie dann aus dem Eisblock herausgeholt hatte.

Cthulhu Handouts
Cthulhu Handouts zu Berge des Wahnsinn, auf der rechten Seite das Original, auf der linken Seite nach der Befreieung aus dem Eis.

Das ist auch das einzige was ich bedaure, die geringe Möglichkeit für Handouts. Dennoch, das Abenteuer lief gut, die alten Häsinnen warten schon leicht nervös auf den Horror und die Neueinsteigerin ist fast begierig darauf diesen zu erleben und verwundert dass noch so wenig Schreckliches passiert ist. Zu tun gibt es für die Spieler genug, nach der Sabotage auf dem Schiff, schlagen sie sich zum Teil mit der Logistik herum und ärgern sich mit und über Lexington. Gelungen war auch als ich die Motorengeräusche der einfliegenden Junker 52 der Deutschen eingespielt habe, zuerst hörte man leise nur das erste Flugzeug, dann ein zweites und ein drittes welche laut – dank der Soundanlage – über einen hinwegflogen und dann der panische Ruf eines der NSCs „The Germans are coming“. Besonders ärgerlich für die Spielcharakter war dass sie das Gespräch von Lexington übers Funkgerät zwar bemerkt haben, aber da es auf Deutsch geführt wurde konnten sie dem Inhalt nicht folgen und haben, da sie mit Lakes Lager beschäftigt waren, Lexington nicht darauf angesprochen. Sehr gut angekommen ist eine an sich sehr kleine Sache, nämlich der Kontakt mit der Außenwelt über das Basiscamp bzw. die S.S. Gabrielle. Ich habe mir dazu einige Schlagzeilen dieser Tage aufbereitet, vor allem natürlich amerikanische, die Expedition kommt ja von dort und die meisten Teilnehmer sind Bürger der USA. So erfuhren sie von neuen Erkenntnissen im Fall des entführten Lindbergh Babys, dass man über die Goldzertifikate vom Lösegeld wieder eine Spur hatte.

Das war dann schon fast Tagesgespräch im Camp, aber auch über den Bau des weltgrößten Van -de-Graaff -Generator, über Präsident Franklin D. Roosevelt und Japans Austritt aus dem Völkerbund haben sie erfahren. Das brachte viel Stimmung rein, auch kleine Reibereien aber auch Hilfsbereitschaft unter den Campangehörigen gab es. Der trägt ziemlich viel zu einem lebendigem Camp bei. Wobei der Fokus diesmal durchaus auf Lakes Lager lag, wo die Spielercharakter ziemlich allein zugange waren, sodass sie diesmal nicht soviel Kontakt mit den anderen Teilnehmern hatten. Es waren auch erst eine Handvoll der Mitglieder vom Basislager hier und die hatten selbst mit dem Aufbau eines Camps zu tun.

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